In Slowenien habe ich mich so wohl gefühlt. Tolle Menschen, eine unbeschreiblich schöne Landschaft und Momente, die einem die Luft nehmen. All das hat mir Slowenien geschenkt.

Zum Abschluss durfte ich in Lucija noch einen unvergesslichen Sonnenuntergang erleben, den mir das Karma zum Abschied aus Slowenien schenken wollte. (Ich glaube daran, dass alles passieren soll, wie es passiert! Und außerdem, dass alles einen Sinn hat.)

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Lucjia, Istria.

Somit habe ich mich mit frohen Mutes am nächsten Tag auf gemacht, um über die Grenze nach Kroatien zu fahren. Gesagt getan! An der Grenze angekommen, wurde ich, Rastamann mit Hippiebus, erst einmal heraus gewunken. Übrigens das erste Mal, seitdem ich mit Balu unterwegs bin! Hätte wirklich gedacht, das passiert mir öfters…!

Also, heraus gewunken wartete ich auf dem Parkplatz auf den Polizeibeamten, samt meines Führerscheins und Ausweises. Da ich hungrig war, schnappte ich mir eine Banane, die ich dann gemütlich, mit dem Polizisten quatschend, aufaß. Nach kurzer Erklärung was ich denn mache, ungläubigen Blicken seitens des Beamten und einem Schmunzler über mein Foto auf meinem Führerschein (da war ich 17. Jahre alt, da schaut man eben noch etwas anders aus! Besonders wenn man keine Dreadlocks hatte!), durfte ich weiter meines Weges walten.

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Groznjan, Istria.

Endlich offiziell in Kroatien, dem 11. Land insgesamt mit Balu, dem 5. Land seit Tourstart von Life of Balu und dem zweiten neuen Land für mich selbst.
Nach etwa 20 Kilometern über holprige Straßen, Berg hoch und Berg runter, kam ich endlich in Groznjan an. (25 Kilometer am Tag ist auch echt genug und anstrengend genug! 😉 )
Einem kleinen alten Dörfchen auf dem Berg. Sehr bekannt für seine Kunst. Hier gibt es viele Ateliers und eine extrem geile Aussicht über die Täler, die Groznjan zu Füßen liegen.

Und plötzlich war es da!
Dieses Gefühl, diese Energie!

Ich schlenderte also durch die Gassen und kam nicht mehr aus dem Schauen heraus. Auf der Suche nach den kleinsten Details, wie besonderen Fenstern, Bänken unter Bäumen oder einfach nur tollen Blüten, vergaß ich die Zeit und tauchte das erste Mal, seit Reisebeginn, wirklich in den Moment ein!
Ohne Gedanken, wo es später noch hingeht, oder was ich noch zu erledigen habe, schlich ich durch die Straßen und bewunderte alle Winkel des Örtchens.

Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich wieder in einer „Bar“ mit Terrasse, welche eine traumhafte Aussicht auf die umliegenden Täler und Berge bietet.
Die Entscheidung war schnell gefallen. Ich verbringe den restlichen Tag und die Nacht in Groznjan und genieße einfach den Moment.

Es sollte einfach so sein…

Später kam ich mit einem Ehepaar ins Gespräch, welche an der Eingangspforte mit selbst gehäkelten Babyschuhen saßen. Die Schuhe hatten den Style von Convers oder Chucks. Eine wundervolle Arbeit, modern und klassisch zugleich, von einem herzlichen Ehepaar. Gegen Abend ging es dann zurück in die „Bar“ namens ‚mamamaria…‘, wo ich prompt vom Barchef, seinem Sohn du einer lokalen Dame auf ein Glas Wein aus der Region eingeladen wurde. Natürlich, wie du dir vorstellen kannst, blieb es nicht bei einem Glas! Aber das ist auch egal, denn es ging um den Moment. Die Magie hinter diesem Ort, der Begegnungen, der so vieles verbindet.
Traumhafte Menschen, tolle Gespräche, eine atemberaubende Landschaft und der Augenblick.
Alles gehört zusammen und sollte mich willkommen heißen in Kroatien.

Aber noch nicht genug des Guten. Nach einem Eimerguss aus dem Himmel klarte es wieder auf. Doch auf der einen Seite in der Ferne konnte man die Blitze in den Wolken noch leuchten sehen und von der anderen Seite schlich sich bereits eine neue leuchtende Gewitterfront heran…

 

Ein Schauspiel der Natur!

Graznjan, Istria.

Groznjan, Istria.

 

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